Rezension: „BASICS Orthopädie und Traumatologie“

Basics Orthopädie und TraumatologieWer nicht vor hat, später beruflich in Richtung Orthopädie zu gehen und deswegen versucht, den Lernaufwand für dieses Fach möglichst gering zu halten, ist mit dem „BASICS Orthopädie und Traumatologie“ von Andreas Ficklscherer richtig beraten.

Der allgemeine Teil fällt relativ kurz aus (15 Seiten) und beinhaltet auf praktischen Doppelseiten grundlegende Untersuchungsmethoden und allgemeine Traumatologie. Der 2. Teil unterteilt sich in Erkrankungen und Verletzungen der einzelnen Körperregionen sowie spezielle Themen wie zum Beispiel Arthrose, rheumatoide Arthritis oder Störungen des Knochen- und Bindegewebes. Den Abschluss bilden als dritten Teil 5 Fallbeispiele, die häufige Szenarien und deren Diagnostik und Therapie beinhalten und so den Lernerfolg testen. Auf 123 Seiten bekommt man also einen sehr guten Überblick über die Bereiche und Möglichkeiten der Orthopädie. Natürlich gibt es auch in diesem BASICS-Buch alle 2 Seiten eine stichpunktartige Zusammenfassung, die den Wiederholungseffekt bedient.

Der Text passt gut zu der Kürze des Buches und liest sich sehr angenehm. Ebenfalls didaktisch wertvoll sind die vielen Bilder, die das Erklärte besser veranschaulichen. Da für kein Thema mehr als eine Doppelseite aufgewendet wurde, verliert der Leser kaum das Interesse und sieht leicht auch mal über ein etwas langweiligeres Thema hinweg.

Fazit:

Das „BASICS Orthopädie und Traumatologie“ eignet sich hervorragend, um die Orthopädie-Vorlesungen vorzubereiten, die einem dann natürlich mehr bringen, auch wenn sie weiter ins Detail gehen. Für das Bestehen der Abschlussklausur reicht das Buch aus, wenn auch wahrscheinlich nur gerade so. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte oder sich für die Orthopädie besonders interessiert und mehr erfahren möchte, sollte besser auf ein größeres Lehrbuch zurückgreifen.
Aber alles, was das BASICS verspricht, hält es: Es vermittelt schnell ein solides fachliches Fundament, das den Studenten schon mal sehr weit bringt und auf das man gut bauen kann.

Kurzinfo:

Autor(en): A. Ficklscherer
Verlag: Elsevier
Auflage: 2.
Erscheinungsjahr: 2008
Seitenanzahl: 144
Abbildungen:
300
Preis: 19,95 €

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Rezension: „BASICS Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie“

Basics Anästhesiologie, Intensivmedizin und SchmerztherapieDas „BASICS Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie“ liest sich flüssig und beschränkt sich auf die wesentlichen Punkte dieser Fächer, sodass man das Buch gut in der Bahn oder auch vor dem Schlafen noch lesen kann und trotzdem einiges mitnimmt.

Ganz im Stile der BASICS-Reihe von Elsevier gliedert sich das Buch in 2 Teile: Im allgemeinen Teil wird ein Fundament aus technischen Grundlagen sowie dem Wichtigsten aus der Physiologie und Pharmakologie geschaffen. Im speziellen Teil werden diese Grundlagen dann auf die wichtigsten Themen in der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie angewendet. In der Regel wird dabei ein Thema jeweils auf einer Doppelseite mit Bildern, Grafiken und einer rot unterlegten Zusammenfassung am Ende behandelt.

Ganz nach dem Anspruch des Buches bekommt man durch diese Aufteilung zu den meisten Themen einen guten Zugang. Die Qualität der einzelnen Kapitel schwankt aber etwas. Sehr gut zusammengefasst sind beispielsweise die wichtigsten Hypnotika, wodurch man nicht durch unwichtigere und selten verwendete Substanzen den ersten Überblick verliert. Das Säure-Basen-Kapitel oder die Schmerztherapie werden hingegen leider viel zu knapp abgehandelt.

Statt wie in manchen anderen BASICS-Ausgaben gibt es nach dem speziellen Teil keine Fallbeispiele, sondern sogenannte Flussdiagramme. Diese bilden 10 verschiedene wichtige Algorithmen und Handlungsschemata ab, wie zum Beispiel die Blutzuckereinstellung auf der Intensivstation, ein Ablaufschema zum Handeln bei schwierigem Atemweg oder die Diagnostik und Therapie der Sepsis. Schade, dass es von diesen Schemata im Buch nicht noch mehr gibt, denn diese werden nicht nur gerne in Klausuren abgefragt, sondern lassen sich in dieser Form auch hervorragend auswendig lernen.

Fazit:

Dieses BASICS-Lehrbuch gibt einen guten Überblick über die Fächer Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Für Querschnittsbereiche kann ein BASICS-Buch auch schon mal ausreichen, aber für die Anästhesiologie sollte man es am besten zum Vorbereiten auf die Vorlesungen nutzen, die dann meistens mehr ins Detail gehen.

Kurzinfo:

Autor(en): P. Keppeler, M. Krämer, L. Scholz, J. Vater
Verlag: Elsevier
Auflage: 2.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 146
Abbildungen:
110
Preis: 19,50 €

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Rezension: „Mündliche Prüfung Innere Medizin“

Mündliche Prüfung - Innere MedizinWenige Wochen nach dem schriftlichen Hammerexamen folgt für alle Studenten die mündliche Prüfung, unter anderem auch in Innere Medizin.

Spätestens nach dem Physikum weiß jeder, dass man für ein mündliches Examen ganz anders lernen sollte als für MC-Fragen. Das Buch „Mündliche Prüfung Innere Medizin“ von Silke und Bernhard Hellmich hilft dem Studenten dabei.

Geordnet nach den Disziplinen der Inneren Medizin (Kardiologie, Hämatologie, Angiologie, Pulmologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Endokrinologie, Rheumatologie, Infektiologie) sind in diesem Vorbereitungsbuch über 1500 Beispielfragen aufgelistet, die sich natürlich an den Vorgaben des IMPPs orientieren. Zur Wiederholung gibt es immer wieder kleine „Merke-Kästchen“, die rot unterlegt sind, und wichtige und gern gefragte Fakten betonen. Ebenso erleichtern Tabellen die Rekapitulation des bereits Gelernten. Wie oftmals in Prüfungsvorbereitungsbüchern wird so das systematische Lernen unterstrichen. Jeder Prüfer hat es gerne, wenn er in der Antwort des Prüflings eine gewisse Ordnung und Strategie erkennen kann.

Für viele sicherlich das Beste an dem ganzen Buch: Alle Fragen und Antworten gibt es auch auf einer DVD, sodass man die Möglichkeit hat, sich alle Dateien auf einen MP3-Player zu laden und anzuhören oder die eigenen Antworten zu überprüfen. Dem prüfungsgetreuen, auditiven Lernen (ob alleine oder in der Gruppe) steht also nichts im Wege. Einziges Manko: Die MP3-Dateien sind nur in die einzelnen Disziplinen der Inneren Medizin unterteilt. Man kann also nicht gezielt eine Frage auf dem Player anwählen.

Fazit:

Das Buch „Mündliche Prüfung Innere Medizin“ bereitet jeden, der es richtig nutzt, effektiv und ganzheitliche auf das mündliche Hammerexamen in diesem Fach vor. Durch die DVD kann man die Beispielsfragen und -antworten nicht nur lesend durchgehen, sondern ebenso auch anhören, was zum Beispiel auch beim Lernen in der Gruppe gut genutzt werden kann. Eine Möglichkeit, die besonders gezielt auf die Prüfung vorbereitet und mit Sicherheit zum Erfolg beträgt.

Kurzinfo:

Autor(en): Silke Hellmich, Bernhard Hellmich.
Verlag: Thieme
Auflage: 1.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 296
Abbildungen:
0
Preis: 29,95 €

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Rezension: „Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe“

Das „Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe“ gehört zu den brandneuen Veröffentlichungen (15. Juni 2011) des Thieme-Verlags.

Weil die Gynäkologie zu den größten Bereichen in der Medizin gehört, ist es leicht zu verstehen, dass das Buch so viele verschiedene Autorinnen und Autoren hat, die jeweils einen Teil ihres Spezialgebiets beigetragen haben. Große Unterschiede in der Qualität oder der Sprache der verschiedenen Kapitel merkt man nicht.

Wie bei vielen anderen Kurzlehrbüchern von Thieme, fällt einem bei der ersten Annährung sofort das schöne, übersichtliche und moderne Design ins Auge. Auch inhaltlich ist das Buch auf dem neuesten Stand, denn so wurden noch wenige Wochen vor Veröffentlichung Veränderungen in den Bereichen Diagnostik und Therapie vorgenommen, was der Anpassung an aktuelle Leitlinien diente. Jedes Kapitel (insgesamt 19) wird standardgemäß mit einem Fallbeispiel aus der klinischen Praxis eingeleitet und auch der weitere Verlauf der Texte wird immer wieder mit farblich unterlegten Exkursen oder Merke-Boxen aufgelockert.

Das erste Kapitel des Kurzlehrbuches dient der Wiederholung und ruft einem nochmal die Anatomie und Physiologie der weiblichen Geschlechtsorgane ins Gedächtnis. Dass das sinnvoll ist merkt man als Leser sehr schnell, weil man so nicht mehr zusätzlich noch den Prometheus oder den Sobotta aufschlagen muss. Hervorzuheben sind außerdem das Kapitel über gynäkologische Untersuchungsmethoden (direkter Praxisbezug) und die sich daran anschließenden Leitsysmptome mit vielen Erläuterungen, die das systematische Lernen vereinfachen. Auch der Teil der Geburtshilfe liest sich leicht, weckt Interesse und rundet das Buch thematisch ab.

Fazit:

Das „Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe“ konzentriert sich auf das Wesentlich der Gynäkologie und Geburtshilfe und das dürfte den meisten Studenten ausreichen, um eine erfolgreiche Klausur zu schreiben oder sich für die Frauenheilkunde im Examen oder vor einer Famulatur vorzubereiten. Das moderne Design und der gute Erklärstil tragen zum Lernerfolg bei und auch der Preis ist angesichts der Vielfalt und Qualität des Buches absolut fair.

Kurzinfo:

Autor(en): Regine Gätje, Christine Eberle, Christine Solbach et al.
Verlag: Thieme
Auflage: 1.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 552
Abbildungen:
435
Preis: 29,95 €

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Rezension: „Duale Reihe Anamnese und Klinische Untersuchung“

Duale Reihe Anamnese und Klinische UntersuchungViele Studenten bemängeln während den vorklinischen Semestern die fehlende Praxis. Dieser Aspekt ändert sich nach dem Physikum schlagartig, wenn man im UkliF-Kurs (Untersuchungskurs der klinischen Fächer) oder einer Famulatur endlich das große Theoriewissen in die Tat umsetzten kann. Wichtig ist dabei natürlich, dass genaue Vorgehensweisen bei Anamnese und der Untersuchung sitzen.

Die Duale Reihe „Anamnese und klinische Untersuchung“ von Hermann Sebastian Füeßl und Martin Middeke ist ein ausführliches Lehrbuch mit vielen Praxistipps und guten Erklärungen.

Das Buch ist dem Duale-Reihe-Prinzip (zusätzlich zum ausführlichen Text in der Seitenmitte noch eine verkürzte Fassung am Rand) getreu gestaltet und gliedert sich in 3 Teile: Es beginnt mit einem allgemeinen Teil mit Grundlagen für die Arzt-Patient-Beziehung, Anamnese und Untersuchungsmethoden, der sich sehr leicht liest und dem Leser direkt eine gute Basis für die grundlegenden Eckpfeiler einer umfassenden Diagnostik gibt. Das 2. Kapitel beinhaltet 113 verschiedene Blickdiagnosen mit jeweils einer kurzen Erläuterung neben dem Bild. Da die zu den Blickdiagnosen passenden Krankheitsbilder meist nicht so selten sind, ist dieser Teil besonders interessant und wird auch gerne von Ärzten bei UkliF-Kursen oder der anschließenden OSCE-Prüfung (Objective structured clinical examination) abgefragt. Abschließend weden im 3. Teil alle Organsysteme und die Untersuchung von Kindern und Bewusstlosen im Detail erläutert. So kann man als Student fächerübergreifende Untersuchungsmethoden und -hinweise lernen, also nicht nur aus der Inneren Medizin, sondern beispielsweise auch aus der Orthopädie oder der Dermatologie.

Auf der hinteren Seite des Einbandes erhält der Käufer außerdem noch eine DVD mit Herz- und Lungenauskultationen und einem Film einer kompletten körperlichen Untersuchung. Zusätzlich zum Text und den vielen aussagekräftigen Bildern wird einem das Wissen so auch noch per Video präsentiert.

Fazit:

Die Duale Reihe „Anamnese und klinische Untersuchung“ ist ein rundum gelungenes Lehrbuch. Zusammen mit der beiliegenden DVD eignet es sich hervorragend zum Erlernen der wichtigsten Untersuchungsmethoden und hilft dem Studenten enorm, sich eine strukturell und fachlich sinnvolle Anamnese zurecht zu legen. Das ist im Studium besonders wichtig für Untersuchungskurse wie den UkliF-Kurs oder das OSCE, für das man mit dem Buch und ein paar Kommilitonen die Prüfungssituation perfekt simulieren kann.

Kurzinfo:

Autor(en): Hermann Sebastian Füeßl, Martin Middeke
Verlag: Thieme
Auflage: 4.
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenanzahl: 516
Abbildungen:
675
Preis: 44,95 €

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Rezension: „Taschenlehrbuch Biochemie“

Taschenlehrbuch BiochemieWie schon die Taschenlehrbuchausgabe der Physiologie, so erinnert auch die der Biochemie abgesehen vom Format (DIN A5) kaum an ein klassisches Taschenlehrbuch. Auf über 900 Seiten wird das Vorklinik-Fach mit hoher Genauigkeit und Akribie behandelt.

Das Ziel, das sich die Autoren gesetzt haben, können sie umsetzten und so erkennt man die deutliche Struktur des Buches, die von den Grundprinzipien und dem Allgemeinen immer mehr ins Detail geht. Spätestens in den letzten paar der 27 Kapiteln wird das Zusammenspiel der einzelnen Organsysteme und ihrer biochemischen Abläufe deutlich erkennbar. Im Gegensatz zu so manchem anderen Lehrbuch fällt es leichter, die wichtigen Fakten, die auch oft vom IMPP abgefragt werden, herauszufiltern.

Der Erklärstil ist durchweg einängig und schnörkellos. Das Taschenlehrbuch Biochemie verfügt über ein paar Abbildungen weniger als sein Vorgänger aus der Physiologie, aber bei ca. 400 farbigen und übersichtlichen Grafiken, kann man trotzdem nicht meckern. In vielen Biochemie-Lehrbüchern kommen die klinischen Aspekte zu kurz, sodass das Fach sehr leicht theoretischer erscheint als es in Wirklichkeit ist. Im Püschel hingegen kommt dieser Missstand selten zu Tage und nicht zuletzt durch das Kapitel Pathobiochemie kommt er in Sachen „Praxisbezug“ stark an den Horn heran.

Aufpassen sollte man beim Markieren: Auf den Hochglanzseiten hält sich der Textmarker nicht so gut und wenn man ihn nicht trocknen lässt, kann es zu Verschmierungen kommen.

Fazit:

Trotz des durchaus gelungenen Gesamtkonzepts, dürfte es dieses Lehrbuch schwer haben, sich gegen die arrivierten durchzusetzen. Natürlich findet man alle Themen und Schwerpunkte auch in diesem Taschenlehrbuch, aber die Dozenten arbeiten ihre Vorlesungen mit den großen Nachschlagewerken aus, wodurch eine bessere Vergleichbarkeit gegeben ist, wenn man sich diese zu Gemüte führt.
Für Studenten aber, denen ein Kurzlehrbuch zu grundlegend und ein großes Nachschlagewerk zu unhandlich oder zu ausführlich ist, bildet der Püschel sicherlich eine willkommene Alternative, die es versteht, trotz der Detailtreue nicht den roten Faden vermissen zu lassen.

Kurzinfo:

Autor(en): Gerhard P. Püschel et al.
Verlag: Thieme
Auflage: 1.
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 928
Abbildungen:
400
Preis: 34,95 €

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Rezension: „Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie“

Allgemeine und spezielle Pharmakologie und ToxikologieDas Lehrbuch „Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie“ von Klaus Aktories et al. gehört neben dem Mutschler zu den Standardwerken der Pharmakologie.

Die ersten 100 Seiten des insgesamt über 1200 Seiten starken Nachschlagewerks handeln von der allgemeinen Pharmakologie und sind Grundlagen wie der Pharmakokinetik, Pharmakodynamik oder zum Beispiel der klinischen Arzneimittelentwicklung gewidmet.

Einge der insgesamt 38 verschiedenen Kapitel beginnen mit einem literarischen Zitat und einer allgemeinen Einleitung ins Thema. Neben den im Großen und Ganzen gut geschriebenen Texten, hält das Buch ein besonderes Ass bereit, welches dem Leser schnell ins Auge springt: Die farblich und strukturell toll gestalteten Grafiken (ca. 800) und guten Tabellen (ca. 300) werden nicht umsonst sehr gerne von Dozenten für Vorlesungen verwendet. Nicht jede Abbildung ist leicht zu verstehen, aber wenn man sich die Zeit nimmt, helfen sie einem enorm beim Verständnis. Die Tabellen bringen Übersicht und Struktur hinein, auch wenn der Text diese Attribute einmal vermissen lässt.

Mit dem mitgelieferten Onlinezugang über die Elsevier-Webseite kann man zudem noch auf viele sinnvolle, lohnenswerte Inhalte zugreifen. Als Beispiele seien hier die vielen IMPP-Fragen genannt, die man bearbeiten kann und die zusätzlich auch kommentiert sind. Außerdem kann man sich viele eingängige Animationen ansehen oder alle im Buch enthaltenen Grafiken herunterladen.

Fazit:

Zum schnellen Bearbeiten des Stoffes eignet sich ein Kurzlehrbuch besser, aber mit einem Nachschlagewerk wie dem Aktories kann man sich sicher sein, alle Inhalte des Gegenstandskatalogs finden zu können. Wer also Freude und Interesse an der Pharmakologie und Toxikologie hat, der bekommt mit diesem Lehrbuch für einen (sicherlich stattlichen Preis) jede Menge geboten und ist auf diesem Gebiet für den späteren Berufsalltag gut gewappnet.

Kurzinfo:

Autor(en): K. Aktories, U. Förstermann, F. B. Hofmann, K. Starke
Verlag: Elsevier
Auflage: 10.
Erscheinungsjahr: 2009
Seitenanzahl: 1234
Abbildungen:
ca. 800
Preis: 89,95 €

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Rezension: „Lernkarten Pharmakologie“

Lernkarten PharmakologieNicht immer muss man als Student auf die klassische Weise aus einem Lehrbuch lernen. Man kann stattdessen auch auf Lernkarten zurückgreifen, die mittlerweile auf immer mehr Gebieten angeboten werden und sicherlich eine gute Möglichkeit darstellen, etwas Abwechslung in den Lernalltag zu bringen.

Zum gezielten Faktenlernen eignet sich natürlich auch ein Fach wie die Pharmakologie.

Manch einer mag besser mit eigenen Karten zurecht kommen, aber für jemanden, der nicht gerade die Zeit hat, diese zu erstellen, eignen sich die Lernkarten Pharmakologie von Eduard Burgis vor allem zur eigenen und gegenseitigen Abfrage und zum Auswendiglernen des Stoffes.

Die Lernkarten versuchen den Lernstoff zu komprimieren, was bei dem enorm großen und immer weiter wachsenden Gebiet der Pharmakologie allerdings sehr schwierig ist und so erscheinen manche Karten überfüllt und etwas unübersichtlich. Eventuell könnte man diesen Umstand durch das vermehrte Fettdrucken von Schlüsselwörtern verbessern, weil man so eher sieht, worauf es ankommt. Einheitlich ist hingegen die Struktur der Karten, die alle nach dem gleichen Prinzip (Pharmakokinetik, Pharmakodynamik, Wirkstoffe, Indikationen, Unerwünschte Wirkungen, Kontraindikationen …) angeordnet sind.

Zusätzlich zum wichtigsten Lernstoff auf den Karten kann man mit dem beiliegenden Online-Zugangscode noch auf weiteres Wissen im Internet zugreifen, das weniger relevant für Prüfungen, aber durch diese Methode eben trotzdem gut lernbar ist.

Fazit:

Die Pharma-Lernkarten sind nicht als Ersatz für ein großes Lehrbuch oder den ebenfalls von Eduard Burgis verfassten „Intensivkurs Allgemeine und Spezielle Pharmakologie“ zu verstehen. Dafür kann man sie aber zum Wiederholen vor der Prüfung oder dem Examen gut nutzen. Teilweise fehlt etwas die Übersicht, aber besonders die Tabellen überzeugen und entsprechen den Erwartungen des Studenten. Durch das Format lassen die Karten natürlich auch das Lernen in der U-Bahn oder im Zug zu, was auf längeren Fahrten sicherlich praktisch sein kann.

Kurzinfo:

Autor(en): Eduard Burgis
Verlag: Elsevier
Auflage: 2.
Erscheinungsjahr: 2009
Seitenanzahl: 594
Abbildungen:
26 farbige Tabellen
Preis: 31,95 €

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Rezension: „Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie“

Kurzlehrbuch PharmakologiePharmakologie gehört bei vielen Studenten zu den gefürchteten Fächern, da der Stoff oftmals an die Vorklinik erinnert und sehr theoretisch erscheint.

Dass Pharmakologie aber auch Spaß machen kann und natürlich vor allem eine äußerst große Wichtigkeit für den späteren Arztberuf besitzt, wird einem bei näherer Betrachtung schnell klar.

Das „Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie“ von Thomas Herdegen schafft einen gelungenen Ausgleich zwischen theoretischem Lernstoff und der Praxis.

Das Buch ist unterteilt in einzelne Einsatzgebiete der Pharmaka, also zum Beispiel „Kardiovaskuläre Pharamkologie“, „Nephrologie“, „Gastrointestinaltrakt“, „Neurologie“ oder „Schmerz“. Jedes Kapitel beginnt, wie das für ein Kurzlehrbuch von Thieme üblich ist, mit einem klinischen Fall als Einleitung. Der Text ist durchweg fließend geschrieben und lässt sich gut verstehen. Bei den Strukturformeln wurde sich auf die wichtigsten beschränkt, sodass es zu keiner unnötigen Verwirrung kommt. Exkurse zeigen regelmäßig auf, wofür das gerade Erklärte wichtig sein könnte.

Zuträglich für den Lernerfolg ist sicherlich auch das tolle Design des Buches, was immer wieder schöne, eingängige Grafiken (zum Beispiel von Signalkaskaden) für den Leser bereithält. Viele Tabellen geben dem Studenten die Möglichkeit, den Stoff geordnet auswendig zu lernen, was in der Pharmakologie oft nützlich sein kann.

Fazit:

Das Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie ist ein durchweg hilfreiches Lehrbuch, das einem einen guten Überblick und viel Grundwissen vermittelt und auch durch sein übersichtliches Design überzeugt. Man kann das Buch sowohl von vorne bis hinten durcharbeiten, aber auch nur einzelne Kapitel lesen. Zur Vertiefung kann für manche Studenten ein größeres Lehrbuch brauchbar sein (zum Beispiel für das Examen), aber die Grundstruktur des Kurzlehrbuches kann einen beim Lernen auf die Klausur enorm weiterbringen und auch vorlesungsbegleitend eingesetzt werden.

Kurzinfo:

Autor(en): Thomas Herdegen
Verlag: Thieme
Auflage: 2.
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenanzahl: 556
Abbildungen:
244
Preis: 34,95 €

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Rezension: „Taschenlehrbuch Physiologie“

Taschenlehrbuch PhysiologieDas Taschenlehrbuch Physiologie von Michael Gekle und Kollegen behandelt den ganzen Gegenstandskatalog der Physiologie im praktischen Taschenbuchformat. Der Begriff „Taschenbuch“ darf hier aber keinesfalls fälschlicherweise mit einem Kurzlehrbuch gleichgesetzt werden.

Das 880 Seiten lange Lehrbuch gliedert sich in insgesamt 4 Bereiche (Allgemeine Physiologie und Zellphysiologie; vegetative Physiologie; integrierte Körperfunktionen; Sinnesorgane und höhere Funktionen), die sich ihrerseits ebenfalls in kleinere Unterkapitel aufteilen. Thematisch eingeführt wird dabei jeweils mit einer kleinen Einleitung, die einem schon mal das Wichtigste näher bringt. Die Texte sind zumeist angenehm geschrieben und lassen sich auch gut überfliegen, da man durch fettgedruckte Begriffe schnell merkt, worauf es ankommt.

Leider gibt es keine Zusammenfassungen zum Ende eines jeden Kapitels, was das Taschenlehrbuch zwar noch länger machen, aber eine Lernwiederholung sicher vereinfachen würde.

Durch Tabellen und schematische Darstellungen ist das Buch abwechslungsreich gestaltet und beschreibt auch Formeln in den meisten Fällen angemessen und sehr gut verständlich. Klinische Bezüge lockern immer wieder auf und machen den oftmals sehr theoretisch wirkenden Vorklinik-Stoff spannender.

Fazit:

Das Taschenlehrbuch Physiologie hat inhaltlich keinerlei Lücken, was den Stoff der Physiologie für das Physikum angeht. Deshalb sollte man dieses Buch auch nicht mit einem Kurzlehrbuch verwechseln, denn im Gegensatz zu einem solchen ist es einfach ausführlicher. Es ist also als Stufe zwischen ausführlichem Lehrbuch (beispielsweise Schmidt / Lang oder Silbernagl) und einem Kurzlehrbuch zu verstehen. Genau so kann man es auch sehr gut verwenden und damit beispielsweise zum Verständnis Themen vor Prüfungen oder Kursen nachlesen oder bei ausreichender Zeit auch Kapitel wiederholen.

Kurzinfo:

Autor(en): Michael Gekle et al.
Verlag: Thieme
Auflage: 1.
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenanzahl: 880
Abbildungen:
471
Preis: 34,95 €

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